Mentale Hindernisse

START-BEREIT?


„I think 90% of motorcycle racing is between the ears.“ Kevin Schwanz
„Ich glaube, 90% des Motorradfahrens findet zwischen den Ohren statt.“


Unterbewusste Reaktionen – gut oder schlecht?

Etwa 90% unseres Gehirns arbeitet unbewusst.


Das menschliche Gehirn versucht Abläufe so weit wie möglich zu automatisieren und damit aus dem Bewusstsein zu verbannen. Denn dadurch wird seine Arbeit schneller, effektiver und stoffwechselphysiologisch sparsamer.

Ein Beispiel: Bei guten Autofahrern fährt das Unterbewusstsein

Wenn Du das Autofahren lernst, musst Du viele Dinge gleichzeitig tun. Am Anfang fällt uns das schwer. Wir müssen jeden Handgriff bewusst ausführen. Mit der Zeit automatisieren sich all diese Dinge und Du brauchst nicht mehr darüber nachzudenken, was Du tun musst, wenn Du z.B. abbiegen möchtest. Dir ist das Autofahren in Fleisch und Blut übergegangen oder besser gesagt: Dein Unterbewusstsein steuert nun viele Deiner Handgriffe automatisch, während Du Dich auf andere Dinge konzentrieren kannst.

Dieser Automatismus, der alles, was er wahrnimmt, zuerst in gut oder schlecht (schwarz-weiß) einteilt, reagiert innerhalb von 200 Millisekunden nach der Begegnung mit einem Menschen, Gegenstand, Geräusch oder Geruch. Noch vor einer bewussten Einschätzung läuft eine vorbewusste emotionale Erstreaktion ab. Erfahrungshintergrund, Erziehung, momentane Befindlichkeit und das Vorhandensein (oder Nicht-Vorhanden sein) von Angst entscheiden darüber, ob die Einschätzung der Situation auf dem Stand der emotionalen Erstreaktion verbleibt. Unterbewusste Reaktionen und Handlungen können also auch Gutes bewirken.
Ein von Anfang an richtig trainierter Ablauf muss nicht mehr durch das sich ständig hinterfragende und damit langsame Bewusstsein durchgeleitet werden. Die Handlung oder Reaktion wird nahezu verzögerungsfrei ausgeführt.




Ein Beispiel: Beim Motorradfahrer blockiert das Unterbewusstsein

Ein Motorradfahrer stürzt in einer Linkskurve und verletzt sich. Diese Verletzungen sind schon längst ausgeheilt. Bei einer Ausfahrt die lange nachdem der Sturz stattfindet, merkt der Fahrer, dass er nicht mehr so entspannt durch Linkskurven fahren kann. Er fängt schon vor der Kurve an sich zu verspannen und ist in der Linkskurve mit seinem Körper beschäftigt, Linkskurven werden nun anstrengend. Auch hier fährt das Unterbewusstsein mit, hat aber aufgrund der Erinnerung diese Situation als schlecht interpretiert.

In der Nacht werden die meisten Tageserlebnisse in der REM-Schlafphase verarbeitet. Gehen Eindrücke und Erlebnisse sehr weit über den persönlichen Stresslevel hinaus (z.B. durch Unfall, extremer Stress, Wettkampfphase) entstehen oft Blockaden, die sich selber nicht mehr lösen.
Diese sitzen dann im Limbischen System fest.

Unser Unterbewusstsein ist also Fluch und Segen zugleich.

Richtig abgespeicherte Handlungsabläufe können das Motorradfahren sicherer, schneller und einfacher machen. Auf einmal hat das Bewusstsein Zeit, sich um den Gegner oder den richtigen Einlenkpunkt zu kümmern.
Dabei ist es nicht nur wichtig, möglichst viele gute Abläufe automatisiert zu haben, sondern auch möglichst wenige der schlechten Interpretationen hinterlegt zu haben.
Hierzu zählen auch Blockaden, an die man sich selber bewusst nicht erinnern kann.

Fährst auch Du mit negativen Interpretationen auf dem Motorrad?


Dann mach einen Termin mit mir aus.

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